RFID-Karten: Größtes Wachstum bei Zutrittskontrollen

RFID-Karten: Größtes Wachstum bei Zutrittskontrollen

20.08.2014 18:09 von Timo Stehn

Zwei von drei RFID-Entscheidern gehen in den nächsten fünf Jahren von einem starken Wachstum bei Smartcards aus. Die größte Nachfrage sehen die Experten bei Zutrittskontrollen. Mehr als die Hälfte der Experten (57 Prozent) begründet die Wachstumserwartungen mit anstehenden Kartensystemwechseln. Zwei von fünf der Befragten beabsichtigen die Umstellung sowohl mithilfe von Card-in-Card-Lösungen als auch kompletten Systemwechseln zu vollziehen. Dies geht aus dem aktuellen Smartcard-Barometer von PAV in Kooperation mit rfid ready hervor.

Die Liste der Zutrittskontroll-Projekte ist lang. Neben den klassischen Mitarbeiterausweisen sind es vor allem branchenspezifische Lösungen, wie zum Beispiel Hotels, welche die Nachfrage treiben. In zahlreichen Herbergen kommen noch sehr häufig mechanische Lösungen zum Einsatz. Zwar werden diese weiterhin als weitestgehend sicher eingeschätzt. In diesem Zusammenhang haben jedoch auch schon viele Erfahrungen mit Einbrüchen und Diebstahl gemacht. Zudem fehlt es den herkömmlichen Schlüssellösungen häufig an Kontrolle und Organisationsmöglichkeiten. Laut einer aktuellen Studie würden die betroffenen Hotels deshalb bei einer Neuanschaffung  in kontaktlose Technik oder Magnetkarten investieren.

Darüber hinaus traten zum Beispiel in einigen Bundesländern und Österreich Gesetze in Kraft, die Spielhallen zu Zutrittskontrollen verpflichten. Diese sollen die Glücksspielsucht eindämmen. Die Kontrolle der Gäste erfolgt durch die Vorlage eines Ausweisdokuments oder einer sogenannten Spielerkarte. Die auf der kontaktlosen Karte hinterlegten Informationen werden online mit den Spielerdaten auf einer zentralen hessischen Datei online überprüft. Auf diese Weise können bereits gesperrte Spieler identifiziert und unter bestimmten Bedingungen von einem Spielhallenmitarbeiter gesperrt werden.

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